Raus aus der Krise – Zurück zur Lebensfreude

In den letzten Jahren erleben wir viele Krisen. Die Pandemie, Krieg in Osteuropa und nicht zuletzt die Klimakrise, die sich immer deutlicher zeigt. Da fällt es vielen von schwer, zuversichtlich zu bleiben. Es entstehen Unsicherheiten und Ängstlichkeiten, unsere Gesellschaft polarisiert sich mehr und mehr. Häufig werden aus Freunden Gegner, Familien zerstreiten sich.

Da bleiben die Bedürfnisse nach Freiheit, Selbstbestimmtheit und klarer Orientierung einerseits und Zugehörigkeit und Verbundenheit unerfüllt. Der Wunsch, wieder ein „normales“ Leben zu leben, wird stärker und gleichzeitig lernen wir einen Strudel aus Hilflosigkeit und Zukunftsangst kennen.

Es ist Zeit, die eigene Zuversicht wieder zu stärken und Ängste in positive Energien zu verwandeln. Auf den folgenden Seiten findest du viele Anregungen, um aus der Krise wieder in deine Kraft zu kommen und zuversichtlicher zuwerden.

Bei Fragen dazu kannst du dich jederzeit an uns wenden.

Falls du dir mehr Input wünschst: Unter der Überschrift Raus aus der Krise – Zurück zur Lebensfreude kannst du über die Seite gelassen-online.de einen Online-Kurs buchen, in dem die Inhalte ausführlicher behandelt werden.

Und für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung – barbara@westphal-coaching.de

Salutogenese und Resilienz

Salutogenese

Das Modell der Salutogenese, das Aaron Antonowsky in den 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelt hat, beschreibt, wie Gesundheit entsteht.

Welche Faktoren unterstützen ein Leben in Gesundheit und Zufriedenheit – trotz widriger Umstände? Im Wesentlichen sind das drei Gesichtspunkte:

Die Verstehbarkeit des Lebens: Meine Welt ist stimmig und verständlich. Starke Herausforderungen ordne ich in einem übergeordneten Zusammenhang ein.

Die Handhabbarkeit des Lebens: Die Probleme und Belastungen meines Lebens bewältige ich. Ich ausreichende Ressourcen, um mein Leben auch in Krisen zu meistern.

Die Sinnhaftigkeit des Lebens: Mein Leben und meine Tätigkeiten sind sinnvoll. Es lohnt sich, mich auch mal zum Erreichen meiner Ziele anzustrengen.

Aus diesen drei Faktoren entsteht dann das Gefühl von Kohärenz. Mit einem guten und stabilen Kohärenzgefühl lassen sich fast alle Herausforderungen des Lebens überwinden. Man übersteht Chaos, Schrecken und Traumatisierungen. Ist es weniger stabilen, werden Ereignisse bedrohlicher und als unüberwindbar empfunden.

Es ist lebenslang möglich, das Kohärenzgefühl zu stärken. Dazu eignen sich die sieben Schlüssel der für seelische Widerstandskraft (Resilienz) sehr gut.

Resilienz

Akzeptanz – Vorbei ist vorbei!
 Vergangenes ist vorbei. Es lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Du kannst dir jedoch bewusst machen, welche positiven Aspekte ein Ereignis hatte und welche Stärken du daraus entwickelt hast.


Optimismus – Darauf vertrauen, dass es besser wird!
 Mit einer optimistischen Grundhaltung ordnest Du unerfreuliche, schwierige und belastende Ereignisse so ein: Sie sind situationsspezifisch, zeitlich begrenzt und veränderbar. Probleme sind dazu da, gelöst zu werden und um daran zu wachsen. Optimismus hat dabei nichts mit „Schönreden“ zu tun. Optimismus bedeutet, auch die andere, positive Seite einer Medaille zu sehen.


Selbstwirksamkeit – Ich kann, ich will und ich werde!
 Kennst du deine Stärken und Fähigkeiten? Und erkennst du sie auch an? Denn neben dem Optimismus, gehören Stärken und Fähigkeiten dazu, um den Widrigkeiten des Lebens zu begegnen und sie mit dem Vertrauen, dass es gut wird, zu überwinden.
Vertrauen ins Leben und in die Vollkommenheit der Schöpfung, dass alles gut und richtig ist, auch wenn es im Moment nicht danach aussieht oder sich nicht so anfühlt. 


Eigenverantwortung – die Opferrolle verlassen!
 Eigenverantwortung ist die Grundlage der Freiheit. Übernimmst du Verantwortung für dein Handeln und seine Folgen, dann verschwindet das Gefühl, dem Schicksal hilflos ausgeliefert zu sein. So sorgst du für dich und gestaltest dein Leben. 


Lösungsorientierung – der Schritt in die richtige Richtung! 
Mit der Einstellung, dass jedes Problem grundsätzlich gelöst werden kann, wird jedes Problem zu einem Projekt, etwas Neues zu lernen oder eine Herausforderung zu meistern. Dabei spielt es eine entscheidende Rolle, worauf du deinen Blick lenkst. Es ist wie bei der Verwendung einer Lupe: das was du betrachtest wird vergrößert. Ist der Fokus auf das Erforschen des Problems gelenkt, wird sich das Problem emotional stärker bemerkbar machen. Entscheidest du dich, mögliche Lösungen in den Blick zu nehmen, werden sich neue Wege zeigen.


Netzwerkorientierung – Unterstützung durch das soziale Umfeld! 
Ein starkes ICH ist ein Standbein für ein Leben in Zuversicht. Ein weiteres Standbein ist ein unterstützendes soziales Umfeld, ein Leben in einer guten und stärkenden Gemeinschaft. Dazu gehören enge Bezugspersonen aus der Familie, ebenso Freunde, Lehrer, Trainer oder Mentoren. Welche Menschen gibt es in deinem Leben, die sofort alles liegen und stehen lassen würden, um dich zu unterstützen? Für wen würdest du alles stehen und liegen lassen, um ihn oder sie zu unterstützen? In einer guten Gemeinschaft leben, stärkt die seelischen Abwehrkräfte.


Zukunftsgestaltung – den Weg Deine Lebens selbst bestimmen! Resiliente Menschen nehmen Einfluss auf ihre Zukunft. Sie leben nach ihren Werten und entwickeln eine klare Vision. Sie wissen um die Sinnhaftigkeit ihres Lebens und ihres Tuns. Krisen und daraus resultierende Veränderungsprozesse birgt für resiliente Menschen die Chance, sinnvolle Erfahrungen zu machen und durch Herausforderungen zu wachsen.

Ein erster Check: Wo stehst Du in Bezug auf Akzeptanz, Optimismus, Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung, Netzwerk- und Lösungsorientierung, sowie Zukunftsgestaltung?
Was kannst du tun, um jeden Faktor etwas zu stärken?

Auf dem Weg zum Wunsch-Ich

Um mit Kraft aus einer Krise zu kommen, ist es wichtig, dass du dir eine Vorstellung von der Zeit danach machst. Das umfasst das Bild, wie dein Alltag dann aussehen wird, sondern auch die folgenden Fragen:

  • Wie anders möchte ich nach der Krise im Leben stehen?
  • Welche innere Haltung habe ich dann – zu mir und zu anderen?
  • Wenn es das Update meines Ichs geben wird, wie wird es dann sein?

Unten siehst du einige Satzanfänge. Nimm dir Zeit, die Sätze zu vervollständigen und stell dir dabei vor, du könntest zaubern und so sein, wie du es dir wünschst.

Nimm dir Zeit und Ruhe und stimme die Antworten mit Kopf, Bauch und Herz ab.

Wenn ich an meine Zukunft denke, dann …

  • ist mein Kopf voll von …
  • glaube ich …
  • kann ich hören …
  • sehe ich zuversichtlich …
  • sage ich mir …
  • genieße ich …
  • ist mein Herz …
  • ist mein Körper …
  • packe ich an …
  • gibt mir Halt …
  • fühlt sich der Boden unter meinen Füßen …

Welches Bild hast du von deiner Zukunft, wenn du dein Wunsch-Ich lebst?

Aus den Schätzen der Vergangenheit Kraft schöpfen

Jeder Mensch durchlebt gute und weniger gute Zeiten.
Zeiten, in denen man sich stark und erfolgreich fühlt und Zeiten, wo es schlechter läuft. Zeiten, in denen man das Gefühl hat, dass nichts so richtig gelingt. Vielleicht fühlt man sich auch wie „fremdgesteuert“.

Heute geht es um die Zeiten, in denen du dich stark gefühlt hast und dir alles gelungen ist. Denn die Besinnung darauf, was du schon geschafft hast und welche Fähigkeiten und Stärken du dafür genutzt hast, hilft dir krisenreiche Zeiten gesund zu überstehen.

Du zögerst und denkst: Diese Zeiten gab es nicht?

Eher unwahrscheinlich – bestimmt gab es Situationen, Herausforderungen, Projekte, … die du gut gemeistert hast, auf die du vielleicht auch heute noch stolz bist. Dabei müssen es nicht unbedingt revolutionäre Ereignisse sein. Es dürfen gerne auch „kleine“ oder kurze Begebenheiten erinnert werden. Bitte suche dir EINE Situation oder EIN Projekt aus und beantworte die folgenden Fragen:

  • Gab es zu Beginn eine Idee, ein Wunschbild oder eine Vorstellung, wie das Ergebnis sein sollte?
  • Und wenn es eine Vorstellung oder Idee gab, was war sie?
  • Wie wichtig war es für den Erfolg, dass es eine klare Idee oder genaue Vorstellung gab?
  • Welchen Anteil hatte diese Komponente am Erfolg?

Ein Beispiel für eine Vorstellung oder ein Ziel: „Meine Fortbildung zur Gesundheitsberaterin erfolgreich abschließen und andere Menschen in ihrer Gesundheit zu fördern.“

Wenn es ein Symbol oder ein Bild hierfür gäbe, wie sieht es aus?
Beispiele für ein Zielbild: Das Foto einer strahlenden Klientin, die sich damit für meine Unterstützung bedankt.

Welche Aspekte deiner Persönlichkeit haben dich zum Erfolg geführt?
Beispiel für Aspekte der Persönlichkeit: Ich schaffe alles, was ich mir vornehme! Ich bin strukturiert und weiß, wie ich mich auf eine Prüfung vorbereite! Ich bin ein Mensch, der den Überblick behält!

Welche deiner inneren Werte und Überzeugungen haben den Erfolg möglich gemacht?
Beispiele für Werte: Begeisterung, Neugier, der Wunsch, andere zu unterstützen
Beispiele für Überzeugungen: Es ist wichtig, dass Menschen gesund leben und ich unterstütze sie dabei.

Welche zielführende Strategie hat den Erfolg möglich gemacht?
Beispiel für zielführende Verhalten und Aktionen: Ich habe regelmäßig einen Teil meines Gehalts gespart, um mir die Fortbildung leisten zu können. Ich habe regelmäßig gelernt, allein und in kleinen Gruppen.

Welche „umfeldbedingten“ Faktoren hatten Einfluss auf den Erfolg des Projektes?
Meine Familie hat mir für die Fortbildung den Rücken frei gehalten. Mein bester Freund hat mit mir für die Prüfung gelernt.

Welche Schlüsse ziehst du nun aus der Beantwortung der Fragen?
Gibt es Schlüsselfaktoren, die du vielleicht heute nicht mehr so bewusst anwendest?
Wie kannst du diese Erkenntnisse nutzen, um dein Leben mehr nach deinen Stärken und Fähigkeiten auszurichten?

Fazit: Die Faktoren deiner erfolgreichen Projekte aus der Vergangenheit kannst du nutzen, um bei gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen, so schwierig sie auch sein mögen, erfolgreich zu sein.

Die Fragen sind an die logischen Ebenen von Robert Dilts angelehnt, einer Weiterentwicklung der Maslow’schen Bedürfnispyramide.
Robert Dilts hat das Neurolinguistische Programmieren (NLP) maßgeblich mitentwickelt.

Überzeugungen ändern

Überzeugungen, auch Glaubenssätze genannt spielen eine wesentliche Rolle dabei, ob jemand sein Leben erfolgreich meistert oder eben nicht. Sie sind Lebensregeln, die Menschen für wahr halten.

Sie entstehen aus früheren Erfahrungen und erklären dem Menschen, warum etwas so und nicht anders ist. Sie sind Grundlage unseres alltäglichen Handelns. Glaubenssätze beeinflussen, was wir denken und wahrnehmen, bzw. was wir uns erlauben zu denken und wahrzunehmen und was wir für möglich halten.

Glaubenssätze erlauben oder verbieten etwas zu tun. Sie treffen Aussagen darüber, was jemand (nicht) kann/darf/soll/muss/ist oder wie Dinge sich zueinander verhalten oder wie die Welt ist. Sie sind oft nicht logisch herleitbar, und basieren auf der Verallgemeinerung subjektiver Erfahrung. Echte Glaubenssätze halten wir für so wahr, dass es schwer ist, sie als solche zu entdecken.(„Es weiß doch jeder, dass…“).  Die meisten Glaubenssätze und Glaubenssysteme sind gut und funktional. Sie ermöglichen uns die Orientierung in der Welt, die Kommunikation mit anderen und die optimale Reaktion auf das, was in und um uns geschieht.

Es gibt verschiedene Typen von Glaubenssätzen, die am richtigen Ort sein müssen, damit du dein Ziel erreichst:
Zielerwartung – Den Glauben, dass es möglich ist, sein Ziel zu erreichen!
Selbstwirksamkeitserwartung – Den Glauben, dass man alles hat, um das Ziel zu erreichen.
Reaktionserwartung – Das was man als Resultat seiner Aktivitäten in einer bestimmten Situation erwartet.

Hat eine Person weder Zielerwartung (→ hoffnungslos) noch Selbstwirksamkeitserwartung (→ hilflos) wird sie apathisch. D.h. sie wird nicht die notwendigen Schritte zur Zielerreichung unternehmen.

Wenn du nicht erwartest, von einer Krankheit zu gesunden, wirst du nichts von all dem tun, was dir helfen kann, dich zu erholen – besonders nicht solche Dinge, die schwierig sein könnten. Mit anderen Worten, wenn du nicht daran glaubst, dass dein Ziel auf dich wartet, und dass du hast was du brauchst, um dein Ziel zu erreichen, wirst du nicht tun, was nötig und wichtig ist, um dein Ziel zu erreichen.“

Einige typische Glaubenssätze:

  • Das schaffe ich nie!
  • Ich bin kompetent in meinem Beruf!
  • Bei Lärm kann man sich nicht konzentrieren!
  • Das liegt bei uns in der Familie!

Vielleicht denkst du gerade jetzt an einen Glaubenssatz gefunden, den du gerne ablegen möchtest. Hier ist eine Möglichkeit, wie das gehen könnte:

Schreibe den Glaubenssatz auf, den du nicht mehr haben möchtest, z.B.: Ich bin hilflos! Überlege dann, welche Überzeugung besser wäre, z.B. Ich bin frei! Schreibe das auf ein anderes Blatt. Nimm dir sechs weite Blätter oder Karteikarten und beschrifte sie so:

Ich kann
Ich darf
Ich will
Ich erlaube mir
Ich entscheide mich dafür
ich habe es verdient

Lege die sechs Karten auf dem Boden aus und betritt sie nacheinander. Sprich dort laut aus:

Ich kann frei sein!
Ich darf frei sein!
Ich will frei sein!
Ich erlaube mir, frei zu sein!
Ich entscheide mich dafür, frei zu sein!
Ich habe es verdient, frei zu sein!

Na? Wie ist das? Gibt es Widerstände, den einen oder anderen Satz laut auszusprechen? Da lohnt es sich genauer hinzusehen und zu überlegen, was helfen könnte.

Beispiele:
Was brauchst du, um dir die Erlaubnis zu geben?
Was verlierst du, wenn du dich dafür entscheidest frei zu sein? Und ist das wirklich ein Verlust? Was wäre in diesem Fall vielleicht ein Kompromiss?

Deinen alten Glaubenssatz kannst du danach wertschätzend verabschieden. Er war ja mal für etwas gut und nützlich, hat jetzt sein Haltbarkeitsdatum lange überschritten.

Falls du dazu Fragen hast, ich bin gerne für dich da und freue mich über deine Kontaktaufnahme.

Barbara Westphal – barbara@westphal-coaching.de

Das innere Veränderungsteam mobilisieren

„Zwei Seelen, ach!“ oder „Die innere Vielfalt“ nach Friedemann Schulz von Thun

Oft ist es so, dass unsere innere Reaktion auf etwas – einen Menschen, ein Ereignis oder eine Entscheidung – von sich anscheinend widersprechenden Gefühlen geprägt ist. Manchmal fühlen wir uns auch durch dieses „Hin- und Hergerissensein“ wie gelähmt und handlungsunfähig. Der Grund hierfür ist, die Persönlichkeit eines Menschen besteht aus vielen, häufig unbewussten, Persönlichkeitsanteilen. Sie spiegeln sich auch in inneren Dialogen wieder, die ein Hinweis darauf sein können, dass Anteile miteinander reden.

Ein Beispiel: Dienstag morgen, 7:00 Uhr. Der Wecker klingelt. Es kommt zum inneren Dialog:

Anteil 1, die Gemütliche: „Oje! Ich bin noch so müde!!! Nur noch eine viertel Stunde!“

Anteil 2, die Pflichtbewusste: „Wenn ich jetzt nicht aufstehe, schaffe ich es nicht, entspannt und pünktlich beim Termin zu sein.“

Die Gemütliche: „Nur noch eine viertel Stunde! Dann fällt das Frühstück aus und ich schaffe es trotzdem pünktlich zu sein.“

Nur zwei von vielen Anteilen, die jeder von uns in sich trägt, haben hier miteinander verhandelt. Wir gehen davon aus, dass jeder innere Anteil eine gute Absicht verfolgt. Eine Absicht, mit der etwas Positives erreichen möchte, unabhängig davon, ob wir die Art und Weise, wie er es tut, schätzen oder ablehnen. Es ist möglich, dass es einen oder mehrere innere Anteile gibt, die deinen Weg, Krisen anders und besser zu meistern, untergraben – mit der besten Absicht. Hier ist es wichtig, diese Anteile zu identifizieren und ihre gute Absicht, die sie mit ihrem Tun verfolgen, festzustellen. Im nächsten Schritt findest du dann neue Möglichkeiten zur sinnvollen Verwirklichung dieser positiven Absicht.

Folgende Fragen helfen dabei:

Wie fühlst du dich?

Was brauchst du?

Was lässt dich so denken und fühlen?

Was möchtest du durch dein Verhalten sicher stellen?

Welches Bedürfnis hast du?

Was möchtest du erreichen?

Was ist deine gute Absicht?

Was möchtest du verhindern?

Was könnte passieren?

Wovor möchtest du mich schützen?

Welche inneren Teammitglieder hast du gefunden, die zu deinem Wunsch, Krisen zu meistern, in den Widerstand gehen? Wie kann ihre gute Absicht für dich anders sicher gestellt werden?

Es ist wichtig, hilfreich und zielführend, ALLE inneren Teammitglieder wahrzunehmen und zu integrieren. Dabei bist DU der Chef und leitest dein Team.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Identifikation deines inneren Teams und antworte gerne auf Fragen.

Barbara Westphal – barbara@westphal-coaching.de

Die logischen Ebenen von Robert Dilts

Die Dilts Pyramide, auch das Modell der logischen Ebenen genannt, ist ein Erklärungsmodell für Veränderungsprozesse. Die logischen Ebenen basieren auf der Annahme, dass sich Prozesse der Veränderung durch sieben aufeinander aufbauende Ebenen kennzeichnen.

Die Herkunft der Dilts Pyramide

Das Modell der logischen Ebenen wurde von Robert Dilts entwickelt, einem der Mitbegründer des NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren).  Deswegen sind die logischen Ebenen auch unter dem Namen Dilts-Pyramide bekannt.

Dilts entwickelte sein Modell der logischen Ebenen in den 80-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Heute ist die Dilts-Pyramide ein wichtiger Ansatz für die positive Gestaltung von persönlicher Veränderung.

Die Dilts-Pyramide besteht aus sieben Ebenen. Die drei unteren Ebenen logischen Ebenen beziehen sich auf:

  • das Umfeld, in dem du lebst
  • das Verhalten, das du zeigst und das jemand sehen kann
  • die Fähigkeiten, die du besitzt oder erworben hast

Die vier oberen Ebenen bestehen aus Aspekten, die von anderen nicht sicht- und beobachtbar sind:

  • die Werte, Überzeugunge und Glaubenssätze, die mit zu den stärksten Motivatoren für dein Handeln zählen
  • die Identität und der Selbstwert: Sie sind maßgeblich dafür, welche Ziele du dir setzt, wie und ob du sie erreichst
  • die Zugehörigkeit: Wie und mit wem bist du verbunden. Wer unterstützt dich? Wen unterstützt du?
  • die Vision, die dich antreibt, etwas in der Welt zu verändern.

Wenn du eine Veränderung anstrebst, dir neue Ziele setzt, dich mehr als bisher fürsorglich um dich kümmern möchtest und noch vieles mehr, kann es sinnvoll sein, dich mit den einzelnen Aspekten dieser Ebenen zu beschäftigen.

Zu jeder Ebene gibt es Fragen dazu, wie dein Leben sein wird, wenn du das, was du dir vorgenommen hast erreicht haben wirst. Nimm dir genügend Zeit und Raum, um die Frage in Ruhe und Muße zu beantworten:

Umfeld
Wo bist du hier, mit wem bist du hier, was hörst du, was siehst du? In welcher Umgebung bist du? Wie sieht dein Umfeld aus?

Verhalten
Was tust du hier? Was sind deine Haupttätigkeiten? Wie viel Zeit nimmst du dir für diese?

Fähigkeiten
Wie tust du, was du tust? Welche besonderen Fähigkeiten zeichnen dich aus?

Werte, Überzeugungen, Glaubenssätze
Was ist dir wichtig? Warum tust du das, was du tust? Was motiviert dich? Was sind deine wichtigsten Werte? Was glaubst du über dich und andere?

Identität, Selbstwert
Was ist dir in deinem Leben eine Herzensangelegenheit? Wie ist dein Bild von dir? Was ist deine Rolle? Wer bist du?

Zugehörigkeit
Wo gehörst du dazu? Wer gehört zu dir? Mit wem fühlst du dich besonders verbunden?

Vision
Welche Aufgabe hast du? Was ist deine Vision? Was ist deine Mission?

Zum guten Schluss ist es sinnvoll, mögliche Auswirkungen auf dein Umfeld zu bedenken. Geht es mit und steht an deiner Seite? Prima!
Gibt es in deiner Umgebung Widerstände, solltest du prüfen, ob du bereit bist, eventuelle Konsequenzen zu tragen.